Anekdoten aus dem Spanischkurs

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Es fällt mir langsam sehr schwer, den Mix aus Spanisch, Englisch und Deutsch auf die Reihe zu bekommen. In meinem Kurs sitzt niemand, der Deutsch kann. Neulich fragte ich: „Was heißt ‚müde‘ auf Spanisch?“ – „What?“ – „Oh sorry, what does ‚müde‘ mean in Spanish?“ – „Claudia!“ – „Si?“ – „You are talking German to us.“

Unsere Spanischlehrerin heißt Manuela, spricht kein Wort Englisch und singt und tanzt ihr Spanisch. Ihr Lieblingssong: „Lalalalala, si si si si si, no no no no no.“ Außerdem beherrscht sie eine sonore Aussprache unserer Namen: „Renaaataaaa, Andreaaaa, Ufuuuuuk!“ Desweiteren neigt sie dazu, jedes neue spanische Wort oder jede neue spanische Grammatik mehrfachst zu wiederholen: „Preterito indefinido. Preterito indefinido. PRETERITO INDIFINIDO!“ Ich liebe sie und bin dankbar, sie meine Lehrerin nennen zu dürfen!

Ufuk und Andrea, ein Türke und ein Italiener, sind die Meister im Alkoholkonsum. Jeden Tag, wenn wir über unsere letzten Erlebnisse berichten sollen, benutzen sie die Worte „cerveza“, „chupitos“, „vino“ gespickt mit den Verben „tomar“ und „beber“ (beides = trinken). Dabei lachen sie meist Tränen und verkaufen uns die langweiligsten Stories als echte Abenteuer. Andrea erzählte uns laut giggelnd, wie er ein Tiramisu-Eis bestellte, ihm ein fremdes Mädchen zu Mascarpone riet, er dies kaufte, nicht mochte und wegschmiss. Dabei schmiss er sich dann auch weg. Nice story, Grandpa.

Wieder Andrea: er ist wie gesagt Italiener und hat große Probleme mit der Aussprache. Neulich sollte er „trabajar“ und „hablar“ konjugieren. Raus kamen beim Ersteren irgendwelche gefährlich klingenden Zischlaute, beim Zweiten „ablablabla…ndo“. Manuela wies ihn darauf hin, dass er zu viel Alkohol tränke und das wohl seine Zunge lähmte. Als nächstes sollte er „beber“ (wie schon geschrieben = trinken) konjugieren. Und siehe da, das konnte er seltsamerweise perfekt…

Im Oral Skills Kurs sollten wir neulich eine Reise planen. Ufuk und ich packten u.a. einen Koffer für eine Bahamas-Reise. Wir erklärten auf Spanisch, dass wir ein großes Badehandtuch eingepackt hätten. Manuela fragte uns: „Dondé?“ (= wo?). Ufuk und ich schauten uns fragend an und teilten ihr mit, dass wir das natürlich in den Koffer gepackt hätten. Sie fragte erneut: “ No no no, dondé?“ Nach einminütiger wirrer Frager- und Rumfuchtelei, stellte sich heraus, dass Ufuk und ich ein ganzes Badezimmer in den Koffer gepackt hatten. Praktisch.

Neulich redeten Renata, Eva und ich über Männer. Renata wollte sagen, dass es in Brasilien eher mehr Männer mit vielen Haaren gibt. Sie sagte: „Brasil is hairy.“ Daraufhin stellten wir uns das Land voller Haare vor, wo statt Rasen Fell wächst und man das ganze Land bürsten kann. Traumjob: Friseur!

Letzte Stunde sollten wir eine Zeichnung beschreiben. Auf dieser schwamm ein Vogel im Aquarium und befand sich ein Fisch im Käfig. Die Spanier haben einen seltsamen Humor.

Einer der ersten Sätze, die uns Manuela beigebracht hat, war übrigens „Tengo una resaca“, was „Ich habe einen Kater“ heißt.

Ja, und sonst ist es hier eher langweilig.

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