Vielleicht ZU perfektionistisch?

Quelle: http://www.Blickreflex.de / pixelio.de

Ich habe einen interessanten Artikel auf Fast Company gefunden, der mich ins Grübeln gebracht hat. Dort geht es um die Frage, ob Perfektionismus so hinderlich sein kann, dass man viele Dinge nie zuende bringt oder gar nicht erst beginnt.

In dem Artikel schreibt der Autor über eine Freundin, die oft Dinge – wie beispielsweise ihre Wohnung gründlich zu putzen, an ihrem Roman weiterzuarbeiten, sich für einen Job zu bewerben – nicht tut, weil sie all diese Dinge absolut perfekt machen möchte. Da sie aber weder Zeit noch Energie dafür hat, um sie eben perfekt zu machen, macht sie sie stattdessen gar nicht.

In einem anderen Artikel habe ich gelesen, dass Perfektionisten folgendes ausmacht:
Sie…
…haben höhere Erwartungen und Selbstanforderungen.
…sind sehr vorsichtig und kontrolliert.
…zweifeln oft, sind unentschlossen und detailverliebt.

Nö nö, man will eben keine Fehler machen!

Sie haben, so steht es dort, ein „falsches Verständnis von Fehlern“ (witzige Aussage irgendwie). Aber was ich unterschreiben kann: „Anhand seiner übertriebenen Sorgfalt und Detailverliebtheit versucht er möglichst viele oder sogar alle Fehler im Vorfeld zu vermeiden. […] Ohne äußeren oder zeitlichen Druck fehlt die nötige Motivation oder der Grund dazu, diese Aufgabe abzuhaken. Schließlich findet der Perfektionist immer noch einen weiteren Punkt, der verbessert werden könnte.“

Könnt ihr euch darin ein bisschen wiederfinden? Ich dachte mir gleich: „Ha, siehst du! Deswegen hast du es damals nie geschafft, einen Blog zu schreiben.“ Weil ich wusste, dass mein Anspruch zu hoch ist. Dass ich es nie schaffen würde, diesen Blog so zu pflegen und durchzuziehen, wie ich es gerne hätte. Aber, wie man ja hier sieht, habe ich mich gebessert und meinen Perfektionismus auf ein gesundes Maß reduziert. Ich mache vieles nun einfach, auch wenn ich beispielsweise bei diesem Blog schon damals wusste, dass ich nicht wahnsinnig viel Zeit dafür habe, ihn perfekt zu pflegen und immer interessante, coole, witzige und was-weiß-ich-nicht-für-welche Artikel zu schreiben. Das ist mir mittlerweile völlig wurscht, weil ich für mich entschieden habe, dass es Spaß und keinen Druck machen soll.

Perfektionismus nach Maß

Ich würde mich zwar nach wie vor als Perfektionistin (whatever that means ; )) bezeichnen, aber ich weiß inzwischen, dass man nicht immer überall 100% geben kann. Mein Papa meinte früher immer, dass oft auch 80% reichen, um etwas gut genug zu machen. Damit ist man oft trotzdem noch besser als viele andere, würde ich mal so frei behaupten. Und man hat sogar noch für ein paar ausgewählte Dinge die Energie und Konzentration, um 100% zu geben. Man muss nur für sich herausfinden, wie man die Prioritäten setzt. What about you : )?

2 thoughts on “Vielleicht ZU perfektionistisch?

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