GEHIRN RENOVIEREN.

Es ist oft so viel gemütlicher, auf seinen bekannten Gleisen zu bleiben. Wenn man jedoch immer die selbe Strecke fährt, sieht man auch nie Neues. Und noch viel schlechter sieht man, wenn man einem großen Zug hinterher fährt und nicht mal die Aussicht nach vorne genießen kann.

Was für eine widerliche Metapher!

Dennoch habe ich jetzt – nach einer Woche neuer Arbeit und neuen Einblicken – gemerkt, wie schnell man sich bedächtig in seinen Gewohnheiten fläzt. Außerdem ist es menschlich, dass man nicht jedes Tun ständig hinterfragt. Würde uns ja auch total überfordern. Aber manchmal ist es sinnvoll, kurz zu überlegen, ob das, was man gerade tut, so wirklich Sinn macht oder ob man es nur macht, „weil man das eben so macht“. Sei es, weil man es beispielsweise an der Hochschule so gelernt hat, es in jeglicher Fachliteratur so gelesen hat, oder sei es, weil man es sein ganzes Leben bislang so getan hat.

Manchmal braucht das Gehirn ein Reset, muss in manchen Angelegenheiten mal wieder auf Null gestellt werden. Das klingt viel einfacher als es sich anhört, aber tut gut, räumt die Festplatte da oben etwas auf und macht Luft für Neues.

Nach der fiesen ersten Metapher, der zweiten abartigen Abstraktion und der dritten hässlichen Metapher kann ich leider nicht konkreter werden, weil ich sonst schon Thesen und Ideen für meine Master-Thesis öffentlich verbraten würde. Das wäre ja dumm.

Aber eins möchte ich noch schreiben: Auch wenn Neues gut ist, sollte man dem Altmeister Picasso Glauben schenken: Man muss erst richtig und naturgetreu malen können, bevor man anfängt, Neues auszuprobieren.

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BLOGGEN? BESSER NICHT.


Ich finde ja immer wieder alte Texte auf meinem Computer. Was für ein großartiger Datenschatz. Den da unten habe ich geschrieben, als ich irgendwann mal (als ob ich das nicht wüsste, also: Juni 2011) überlegt hatte zu bloggen. Habe es damals dann doch sein lassen – einfach, weil genau die Dinge eingetreten sind, die ich dort beschreibe. Here we go:

Ja genau, altgierig. So ist es. Ich komm ja eh nicht mehr hinterher. Inzwischen sind die Neuigkeiten immer so schnell wieder alt, dass man einfach nicht mehr von Neugierde sprechen kann. Also nenne ich das hier jetzt altgierig. Finde ich schlüssig. So.
Da ich nicht neu sein kann und auch eigentlich nicht will, finden sich hier also nur Berichte über alte Dinge. Und damit meine ich jetzt nicht „retro“. Ist ja auch nur so ein neues/altes Modewort. Wehe, es kommt mir mal jemand mit retro…

Ihr dürft nun mitfiebern und schauen, wie lange ich das hier durchziehe. Meine Eigenschaften sind: Ungeduld, Inkonsequenz, fehlende Selbstdiszplin. Die schlechtesten Voraussetzungen für einen Blog. Ich fang dann mal an!

Ich habe das Gefühl ich erleide jeden Tag Dejavus. Die Nachrichten machen mich durch das Internet immer kirrer (schöner Komparativ). EHEC, EHEC, EHEC… und jetzt die Hacker: Sony, Nintendo und Google und die USA gleich mit. Zusammen ergibt das EHACKER. Zumindest in meinem Kopf. Wirre Flusen sind da. Und dabei war ich gerade erst beim Friseur. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen von sich behaupten, sie seien ja so „verrückt“ und „bekloppt“. Anfangs dachte ich immer, „bescheuert“ das ist das neue „normal“, aber wenn ich mich selbst so beobachte – mh – nein, man wird bescheuert durchs Internet. Der beste Anlass, um das hier mal weiter durchzuziehen.

Habe ich ja lange durchgezogen. Aber nun, mit kaum Verzögerung und totalem Aktualitätsbezug, kommt dieser Text doch noch zu seiner Veröffentlichung. Frei nach dem Motto: Alt ist das neue Neu.
Und einfach so, weil ich es kann. Ob es das wert war? Keine Ahnung. Ist mir auch egal gniihihihihi.